Krankenkassen-Rezept: Welche Daten müssen draufstehen?

Bei der Abrechnung von Rezepten stellen sich immer wieder Probleme mit den Krankenkassen ein, die eigentlich leicht zu vermeiden sind. Knackpunkt ist meist ein unzureichend ausgefülltes Rezept. Damit die Kommunikation zwischen uns als Sanitätshaus und der Kasse reibungslos vonstatten geht, möchten wir Ihnen an dieser Stelle zeigen, welche Daten draufstehen müssen.

Rotes, blaues oder grünes Rezept?

Zunächst wollen wir Licht ins Dunkel bringen, was es mit den verschiedenen Rezeptfarben auf sich hat. Denn Rezept ist nicht gleich Rezept.

Das rote Rezept für gesetzlich Versicherte

Sind Sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), dann werden Sie von Ihrem Arzt aller Wahrscheinlichkeit nach ein rotes bzw. rosafarbenes Rezept erhalten. Das bedeutet, dass das benötigte Arzneimittel oder Hilfsmittel erstattungsfähig ist.

Mit dem vollständig ausgefüllten "Formular" gehen Sie innerhalb eines Monats nach Ausstellung (danach verfällt es) in das Sanitätshaus Ihres Vertrauens oder die Apotheke, welche die Leistungen dann direkt mit der Krankenkasse abrechnen.

Das blaue Rezept für Privatversicherte

Händigt der Arzt Ihnen ein Rezept in der Farbe Blau aus, dann sind Sie entweder privatversichert oder möchten ein Hilfsmittel haben, für das die Krankenkasse nicht zahlt.

So oder so müssen Sie das Geld erstmal aus eigener Tasche bezahlen. Der Vorteil für Privatpatienten ist, dass sie sich die Summe später ganz oder zum Teil von ihrer privaten Kasse zurückholen können.

Das Privatrezept ist etwas länger gültig als das rote, nämlich drei Monate. Also genug Zeit, falls ein Urlaub oder etwas anderes dazwischen kommen sollte.

Das grüne Rezept für nicht erstattungsfähige Hilfsmittel

Ist ein Hilfsmittel nicht erstattungsfähig, aber dennoch dem Heilungsverlauf dienlich, dann kommt das grüne Rezept um Einsatz.

Das Prinzip ist einfach: Sie als Patient tragen die gesamten Kosten selbst. Deshalb ist das Rezept auch zeitlich unbegrenzt einlösbar.

Diese Daten müssen aufs Rezept

Klären wir nun die Frage, welche Felder des Rezeptes vollständig ausgefüllt sein müssen, um Klärungsbedarf mit der Krankenkasse zu vermeiden.

Der Name der Krankenkasse sowie die Daten des Versicherten (u.a. Name, Adresse, Geburtsdatum, Versichertennummer) sollten selbstverständlich sein. Weitere wichtige Punkte beinhalten:

  • Der Name Ihrer Krankenkasse
  • Das Ausstellungsdatum Ihres Rezeptes
  • Der ausstellende Vertragsarzt mit Unterschrift
  • Die Positionsnummer des Hilfsmittels, der Prodktname
  • Die Indikation (z.B. Arthrose)

Um keine Urkundenfälschung zu begehen, sollten Sie Rezepte niemals eigenständig umändern. In Einzelfällen und unter strengen Vorgaben dürfen beispielsweise Apotheken Rezeptdaten ergänzen. An den Angaben des Arztes dürfen aber auch sie nicht rütteln.

Krankheitskosten von der Steuer absetzen

Schon gewusst? Krankheitskosten können Sie unter Umständen auch von der Steuer absetzen. Deshalb ist es ratsam, alle Quittungen aufzuheben, um sie später bei Ihrer Einkommenssteuer-Erklärung zur Hand zu haben.

Unter anderem zählen dazu Arztkosten, rezeptpflichtige/nicht rezeptpflichtige Medikamente, bestimmte Hilfsmittel (z.B. Rollstühle) und alternative Heilmethoden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf Finanztip.de.

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